In den Bildern der „Zerbrechlichen Paradiese“ kombiniere ich Menschen mit Elementen aus der Natur – Pflanzen, Blüten, Bäume, zuweilen Landschaftselemente. Damit führe ich ein wesentliches Gestaltungselement aus dem Zyklus „Tránsito“ fort. So entwickle ich meinen Stil weiter und führe die Arbeiten sowohl inhaltlich als auch gestalterisch fort.
„Erinnerung“ zeigt ein Paar in Rückenansicht, er deutlich älter als sie. Vater und Tochter? Sie sitzen vor einer dunklen Fläche, es ist nicht zu erkennen wo. Hinter dem Mann liegen ein Damenhut und Stängel mit Samenkapseln.
Hüte habe ich in den ersten Bildern des Zyklus als Symbol des Beschützt-Seins verwendet. Man sagt ja auch: be-hütet.
Dass der Hut hier abgelegt wurde, deutet darauf hin, dass der Schutz, die Geborgenheit, anders erreicht wird. Der Mann legt seinen Arm um die Schulter der jungen Frau, die sich vertrauensvoll anlehnt.
Blüten und Stiele des Scheinmohns geben der Szene ein unwirkliches, traumähnliches Flair. Blau, die Farbe der Sehnsucht, kann zusammen mit dem Titel gedeutet werden als Sehnsucht nach einer vergangenen Geborgenheit.
Erinnerungen tragen uns durchs Leben.
In stürmischen Zeiten kann es gut tun, sich in Gedanken an einen sicheren Platz zurückzuversetzen. Einen Platz, an dem man geborgen, an dem die Zeit aufgehoben war.
