Wenn man auf La Palma wandert, kommt man immer wieder an Häusern vorüber, die vor langer Zeit verlassen wurden. Manche sind verrammelt, manche stehen offen und befinden sich in unterschiedlichen Stadien des Verfalls. Die Grundstücke um die Häuser sind längst von der ursprünglichen Natur vereinnahmt worden, aber wenn man genauer hinschaut, finden sich noch verwilderte Kulturpflanzen, die davon zeugen, dass hier einmal ein Garten war.
Aus solchen Wandererfahrungen habe ich die Idee für das „vergessene Haus“ entwickelt. Die Terrassentüren hängen schon ein bisschen schief in den Angeln, das Glas ist aber noch intakt. Der Garten indes wuchert bereits heftig, und noch haben Blumen die Chance, sich mit Blüten hervorzutun. Lange wird es nicht mehr dauern, dann nimmt die Natur von dem Haus Besitz.
Du kannst das Bild aber auch ganz anders lesen.
Was, wenn das Haus für dein Inneres stünde? Der verwilderte Garten für deine Erinnerungen?
Für die Träume, die du einmal hattest?
